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Anwendungen vereinfachen und intuitiv bedienbar machen - mehr Kunden gewinnen!
Verfasst von M. Eismann

Wir SinnOpticer waren höchst erfreut: der World Usability Day 2009 in Stuttgart stand ganz im Zeichen der Anwenderfreundlichkeit. Das Spektrum der Vorträge umfasste Webdesign und Online-Marketing, Nutzertests und User Interfaces sowie Produktdesign und Bedienungsanleitungen.
Bei den Vorträgen zu Website Usability kristallisierte sich erfreulicherweise übergreifend heraus, dass das Prinzip „form follows function“ bei der Planung einer Website mittlerweile deutlich in den Vordergrund steht. Die Usability scheint in Form von Anwendertests bzw. durch die Rückkopplung zwischen Entwicklern und Nutzern zum festen Bestandteil des Webdesigns zu werden. Die Erwartungen und Bedürfnisse der Nutzer an eine Website werden bei der Gestaltung in den Vordergrund gerückt und die Erkenntnisse, die aus Nutzertests gewonnen wurden, werden selbstverständlich bei der Gestaltung von Websites berücksichtigt. Intuitive Menüführung, übersichtliche Seiten, einfache Bestellvorgänge, abgespeckte Formulare und verständliche Texte sind dabei nur einige Aspekte, die in den Vorträgen thematisiert wurden. Als fest anerkannt gilt: Eine anwenderunfreundliche Website vergrault Besucher und damit potentielle Kunden und so sollte es sich kein Unternehmen mehr leisten, die ihre zu vernachlässigen.
Faszinierend waren für uns aber auch die neuen Möglichkeiten im Bereich User Interfaces, die neue Interaktionsformen zwischen Mensch und Maschine möglich machen. Die Grenzen zwischen virtueller und physikalischer Welt scheinen fließender zu werden, virtuelle Objekte verhalten sich wie physikalische. Beeindruckend sind die Möglichkeiten, die das „project natal“ von Microsoft bietet: Der Anwender kann das Spiel ohne einen Controller steuern, denn die Bewegungen des Anwenders werden in drei Dimensionen erfasst und auch Mimik, Sprache und Stimme sollen erkannt werden. Wenn man diesen Gedanken zu Ende denkt, könnte es durchaus möglich werden, dass uns in naher Zukunft ein TV-Avatar anspricht, wenn wir nach Hause kommen. Dann werden wir uns entscheiden können, ob wir lieber etwas mit unseren physikalischen Freunden in der physikalischen Welt oder mit unseren virtuellen Freunden in der virtuellen Welt unternehmen wollen.
Aber aus welcher Perspektive man diese Entwicklung auch betrachtet, es zeichnet sich immer mehr ab, dass der Trend dahin geht, dass Computer und Maschinen so gebaut werden, dass ihre Bedienung dem logischen und intuitiven Verständnis der Menschen entspricht und nicht mehr der Mensch die Funktion der Maschine studieren muss. So werden Websites den Anforderungen der Nutzer angepasst und User Interfaces orientieren sich zunehmend am menschlichen Denk- und Bewegungsverhalten.










